
Sarah Gräber
Referentin
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Die Industrie- und Handelskammer Bremerhaven wurde Mitglied des Klimafreunde-Netzwerkes der Klimaschutzagentur energiekonsens. Das Team der IHK will durch verschiedene Maßnahmen Energiekosten und CO2-Emissionen verringern.
Aufmerksame Leser von WIRTSCHAFT AN STROM UND MEER wissen es längst: Die IHK Bremerhaven setzt sich seit langem für Energiesparmaßnahmen und den Klimaschutz ein. Und das geschieht nicht nur mit Worten, sondern auch und vor allem mit handfesten Taten. Nun darf sich die Kammer auch ganz offiziell „Klimafreund“ nennen. Denn die IHK ist seit kurzem Mitglied des Klimafreunde-Netzwerkes der gemeinnützigen und unabhängigen Klimaschutzagentur „energiekonsens“. Deren Mitglieder verpflichten sich – freiwillig und transparent – zu konkreten Schritten für weniger individuellen CO2-Ausstoß.
Über die Unterstützung durch die Kammer freut sich energiekonsens-Geschäftsführer Martin Grocholl besonders. Schließlich habe die IHK als öffentliche Institution eine Vorbildfunktion: „Wir hoffen, dass noch viele weitere Bremerhavener Einrichtungen und Unternehmen diesem Beispiel folgen werden.“
Eine Art „Einstand“ bei den Klimafreunden gab die Kammer in Form einer so genannten Energie-Aktionswoche, die von energiekonsens-Vertretern begleitet wurde. Dabei erhielten alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter umfassende Informationen zu einem klimafreundlichen Verhalten im Büroalltag und in ihrem Zuhause. Zusätzlich war im Eingangsbereich täglich ein Infostand aufgebaut, an dem auch Strommessgeräte für die eigenen vier Wände ausgeliehen werden konnten. Gemeinsam überlegte das IHK-Team, wie durch mehr oder weniger kleine Verhaltensänderungen die Energiekosten gesenkt werden können.
Fazit des IHK-Hauptgeschäftsführers Michael Stark: „Vom Ergebnis waren wir wirklich überrascht. Denn wir haben im Vergleich zur Referenzwoche knapp sieben Prozent Strom und 48 Kilogramm CO2 eingespart.“ Nun wolle die Kammer diesen Erfolg noch weiter ausbauen, so Stark. Dazu eignen sich kurzfristige Schritte wie zum Beispiel das Löschen des Lichtes beim Verlassen der Räume, das Vermeiden von Standby bei elektrischen Geräten, Stoßlüften anstatt Dauerlüften und der doppelseitige Ausdruck bei Entwürfen und Vorlagen.
Mittelfristig kommen unter anderem bessere Beleuchtungssysteme und auf längere Sicht ein grundlegender Umbau des Heizungssystems in Frage. Diese und weitere Ideen wurden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern entwickelt. Insgesamt stehen nun 24 Maßnahmen aus neun verschiedenen Handlungsfeldern auf der Agenda. Vor allem von der Einführung eines monatlichen Energiecontrollings und einer Zertifizierung der IHK nach DIN EN ISO 14001 erwartet Michael Stark viel.
Ein Vorteil nicht nur für die IHK wird es dabei sein, dass die Klimaschutzagentur energiekonsens mit Sitz in Bremen seit Ende Februar in Bremerhaven über ein eigenes Büro in der Schifferstraße 36-40 verfügt. Von hier aus wollen Maren Beckmann und Heinfried Becker die energiekonsens-Aktivitäten in Bremerhaven koordinieren und das Profil Bremerhavens als „Klimastadt“ stärken.
Kontakt: E-Mail: beckmann@energiekonsens.de, Tel. 0471 309473-70.
Thomas Klaus