Recyclingbörse

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Franziska Kaufmann

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Recycling boomt

Foto: Kristian Peetz - Fotolia.com

Die Zahl der Inserate in der IHK-Recyclingbörse hat sich binnen Jahresfrist verdreifacht – aufgrund der steigenden Rohstoffpreise.
Immer mehr Betriebe machen ihren Müll zu Geld. Das zeigt eine aktuelle Auswertung, die der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) für die bundesweite Börse der IHK-Organisation vorgenommen hat.
In dieser Börse können Unternehmen unter der Adresse  www.ihk-recyclingboerse.de kostenfrei ihre alten Wertstoffe oder Restposten anbieten. 2010 haben die Betriebe 355 Posten inseriert – dreimal so viele wie noch 2009. Angeboten wird fast alles - von Metall über Gummi bis hin zu Pappe oder Leder.

Der Bedarf ist riesig

Das lohnt sich für die Verkäufer gleich in doppelter Hinsicht. Sie müssen die Abfälle nicht mehr teuer entsorgen, sondern sie verdienen sogar bares Geld damit. Knapper werdende Rohstoffe lassen Nachfrage und Preise steigen – auch bei gebrauchten Stoffen. Der positive Nebeneffekt dabei ist Umweltfreundlichkeit durch das Schonen von Ressourcen.

Und für fast jeden Stoff finden sich auch Abnehmer. Rund 61.000 Unternehmen haben sich im vergangenen Jahr für Angebote der Börse interessiert. Besonders gefragt waren Kunststoffe, Verpackungen, Chemikalien, Metall und Holz.
Die Entwicklung dürfte sich fortsetzen. „Wir gehen davon aus, dass das Recycling-Thema noch weiter an Fahrt gewinnen wird", sagt DIHK-Umweltexperte Armin Rockholz. Denn: „Der Bedarf ist riesig, und Rohstoffe werden immer kostbarer."
Eine aktuelle DIHK-Unternehmensbefragung habe gezeigt, dass die Wirtschaft hinter dem Recycling steht. Sie will es jedoch auf eine freiwillige Grundlage gestellt sehen, so Armin Rockholz. Dagegen lehnen die Unternehmen schärfere gesetzliche Quoten ab, wie sie das Bundesumweltministerium im Entwurf des Kreislaufwirtschaftsgesetzes verfolgt. Sie befürchten neuen bürokratischen Aufwand und zusätzliche Kosten, wenn die Wertstofferlöse unterhalb der Aufarbeitungskosten liegen.