Der Arbeitskreis Wirtschaftsstruktur Region Bremerhaven hat ein Schwerpunktprogramm vorgestellt, in dem es um die weitere Entwicklung der Region geht.
Vorrangige Projekte 2010/2011:
Der Hafen muss für die zukünftigen Verkehre gerüstet sein. Prioritär ist der Ausbau der Cherbourger Straße (Tunnel). Der Bund ist bereit, den Großteil der Kosten zu übernehmen. Nun ist die Finanzierung des Restbetrages durch das Land zu klären. Zudem sind die Planungen zur Küstenautobahn zügig voranzutreiben.
Bremerhaven bleibt bedeutender Schiffbaustandort (Schwerpunkt Reparatur und Spezialschiffbau). Die Strukturpolitik muss das industrielle maritime Netzwerk mit Zulieferern und Dienstleistern durch die Verbesserung der Infrastruktur (Schlickproblematik, Dockkapazitäten) unterstützen.
Die Offshore-Windenergie ist ein Eckpfeiler der zukunftsträchtigen Wirtschaftsstruktur Bremerhavens. Benötigt werden Flächen und hochwertige Infrastruktur. Der Erschließung der Luneplate kommt höchste Priorität zu, um weitere Unternehmen aus dieser Branche ansiedeln zu können. Dazu wird ein Terminal als Offshore-Basis direkt an der Weser benötigt.
Mit dem neuen Klimahaus, dem international hoch anerkannten Alfred- Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) und der Konzentration der Offshore-Windenergie bietet Bremerhaven eine herausragende Mischung von klimabezogenen Einrichtungen, einzigartig nicht nur für Deutschland. Bremerhaven verwirklicht als „Klimastadt“ ein Programm, das die drei Klima-Leuchttürme mit Wirtschaft und Wissenschaft zu einem Netzwerk verbindet.
Der erfolgreiche Strukturwandel am Standort Bremerhaven, der durch die Modernisierung traditioneller Branchen (wie Lebensmittelwirtschaft, Werften) und die Ergänzung um neue Bereiche (wie Klimastadt) erzielt wurde, ist durch Investitionen in die Wissenschaftsinfrastruktur unterstützt worden. Dieser Prozess muss fortgesetzt werden. Die wissenschaftlichen Einrichtungen, vor allem die Hochschule Bremerhaven müssen gesichert und zielgerichtet ausgebaut werden.
Die gerade fertig gestellten und erfolgreichen Havenwelten - als besonderes Erlebnisangebot für die Touristen an der Nordseeküste – müssen fortlaufend weiterentwickelt werden. Freiflächen müssen attraktiv genutzt, die Verbindung zur Innenstadt sowie zum Gebiet Kaiserschleuse/ Kreuzfahrtterminal optimal gestaltet werden. Außerdem ist ein Touristischer Trail, der Havenwelten, Schaufenster Fischereihafen und die Erlebbarkeit der Häfen verbindet, herzustellen.
Die strukturpolitischen Erfolge Bremerhavens (Häfen/Logistik, maritime Industrie, Offshore-Windenergie, Tourismus) müssen überregional aktiv vermarktet werden. Nur so kann das Image Bremerhavens nachhaltig verbessert werden. Überfällig sind eine übergreifende Konzeption und eine schlagkräftige Organisation für das Standortmarketing Bremerhavens.
Informationen zum Arbeitskreis "Wirtschaftsstruktur Region Bremerhaven"